Vertikale Hydroponik klingt erstmal nach Hightech-Gewächshaus für Profis. Der HydraTower räumt mit diesem Bild ziemlich gründlich auf. Er ist als vertikales Hydrokultur-System gebaut, das Bewässerung und Wachstum automatisiert, Pflanzen wachsen direkt im System, sobald ein einfacher Gießplan eingerichtet ist, läuft der Turm quasi von allein. Egal ob drinnen oder draußen, das Ziel ist frisches, pestizidfreies Gemüse und Kräuter, das ganze Jahr über.

Klingt gut in der Theorie. Aber wie sieht das im echten Leben aus, wenn der Turm bei jemandem im Wohnzimmer oder auf der Terrasse steht? Genau danach haben wir gefragt, und einer unserer Nutzer hat uns großzügig Einblick in seinen Alltag mit dem HydraTower gegeben.

Was macht den HydraTower eigentlich aus?

The HydraTower tucked into a sheltered corner of the balcony, a compact setup with reservoir and watering hoseKurz zur Einordnung, bevor es zu den Erfahrungen geht: Der HydraTower ist ein vertikales System, bei dem die Pflanzen übereinander in einer Säule sitzen statt nebeneinander in der Fläche. Das spart Platz, was ihn besonders für Balkon, Terrasse oder auch für drinnen interessant macht. Die Bewässerung läuft automatisch im Kreislauf, die Wurzeln bekommen ihr Wasser und ihre Nährstoffe direkt, ganz ohne Erde.

Der große Vorteil gegenüber klassischem Gärtnern: Man ist nicht mehr auf Boden, Wetter oder Saison angewiesen. Mit einem stabilen System lässt sich draußen wie drinnen ernten, fast unabhängig von der Jahreszeit.

Technisch steckt dahinter ein einfaches Prinzip: Wasser läuft von oben durch den Turm, an der Spitze sorgt eine Venturi-Düse dafür, dass zusätzlich Sauerstoff ins Wasser gelangt, ganz ohne extra Technik. Die Wurzeln bekommen so alles, was sie brauchen, Wasser, Nährstoffe und Sauerstoff, in einem Durchgang.

Der Alltag mit dem Turm: Erfahrungen aus erster Hand

Genug Theorie, hier kommt der spannende Teil. Unser Nutzer betreibt seinen HydraTower schon eine Weile und hat uns ein paar ehrliche Einblicke gegeben, wie viel Pflege wirklich nötig ist.

Vom Samenkorn zum Blätterwald
Gestartet wird alles ganz klein: Ein Samenkorn in einem feuchten Anzuchtschwamm, eingesetzt in eine Öffnung im Turm. Von dort übernimmt das System.
Wie schnell daraus dann ein üppiger Basilikum-Busch wird, zeigt der Vergleich über sechs Wochen ziemlich eindrucksvoll: Anfang Juni stecken nur ein paar zarte Keimlinge in den Öffnungen, Anfang Juli ranken sich schon kräftige Triebe um den Turm, und Mitte Juli ist die obere Hälfte des Turms komplett unter dichtem Basilikum verschwunden.

Wasserwechsel im entspannten Rhythmus
Einer der ersten Punkte, die neue Grower interessieren: Wie oft muss das Wasser komplett gewechselt werden? Die Antwort aus der Praxis:

„Wasser wechsel ich so alle 14 Tage, 3 Wochen! Dann frischer Dünger.“

Kein tägliches Nachjustieren, kein strenges Ritual, sondern ein überschaubarer Rhythmus von zwei bis drei Wochen. Das nimmt einiges an Respekt vor dem vermeintlichen Pflegeaufwand.

Die richtige Nährlösung
Beim Dünger setzt unser Nutzer auf eine Hydro-Nährlösung, speziell für Kräuter und Gemüse in Hydrokultur- und Hydroponik-Systemen gedacht:

„Als Dünger nutze ich Hydro-Erntereif Nährlösung NPK Voll-Dünger für Kräuter & Gemüse Pflanzen in Hydrokultur und Hydroponik Systemen, Home Gardening Dünger 250ml Nährstoffe als Konzentrat (Pflanzen Ernte).“

Ein NPK-Volldünger als Konzentrat, praktisch dosierbar und auf die Bedürfnisse von Kräutern und Gemüse im hydroponischen System abgestimmt. Genau die Art von Produkt, die zeigt: Man muss keine eigene Düngerformel entwickeln, um gute Ergebnisse zu bekommen.

Nachfüllen? Kaum nötig
Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Wie viel Wasser verdunstet eigentlich, und wie oft muss man nachschauen? Auch hier ist die Antwort erfreulich unaufgeregt:

„Ich fülle kaum Wasser nach, nur wenn es extrem heiß ist, kommt es vor, dass ich etwas nachfüllen muss! Ich schau aber max. einmal die Woche nach.“

Ein wöchentlicher Kontrollblick reicht also in der Regel aus. Nur an richtig heißen Tagen wird aus dem Kontrollblick auch mal eine kleine Nachfüllaktion. Für alle, die sich vor täglicher Gießpflicht fürchten: Genau das fällt hier weg.

Ganzjährig ernten, auch im Winter
Und dann noch ein Punkt, der den HydraTower besonders macht: Er ist nicht auf die warme Jahreszeit beschränkt.

„Im Winter kann der Turm auch drinnen stehen! Und so 365 Tage Ertrag generieren.“

Wenn es draußen kalt wird, zieht der Turm einfach um, ins Wohnzimmer, auf den Balkon mit Wetterschutz oder in einen hellen Raum. Ernte gibt's dann trotzdem, das ganze Jahr über. Aktuell steht der Turm bei unserem Nutzer noch draußen in der geschützten Balkonecke, sobald es kälter wird, zeigen wir gern auch, wie der Umzug nach drinnen aussieht.

Was heißt das für alle, die selbst starten wollen?

Zusammengefasst zeigt der Erfahrungsbericht: Der Pflegeaufwand beim HydraTower bleibt überschaubar. Ein Wasserwechsel alle zwei bis drei Wochen, eine passende Nährlösung, ein wöchentlicher Kontrollblick, und im Winter einfach der Umzug nach drinnen. Kein täglicher Aufwand, keine komplizierte Routine, dafür frisches Gemüse und Kräuter fast das ganze Jahr.

Wer selbst mit vertikaler Hydroponik starten will, findet im HydraTower ein System, das sich in den Alltag einfügt, statt ihn zu bestimmen.

Habt ihr auch Erfahrungen mit eurem HydraTower? Schreibt uns gern, wir freuen uns über eure Berichte und Fotos!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert